beobachtungsgebiete


Unsere besuchten Beobachtungsgebiete aus Deutschland


offenfläche im Forst Tennenlohe

Bei dem Erlanger Ortsteil Tennenlohe befindet sich ein ehemaliger Truppenübungsplatz. Hier hat erst die Wehrmacht, später die US-Armee ihre Übungen abgehalten. Nach dem Abzug der US-Armee stand eine weite Fläche mitten im Tennenloher Forst offen. Durch die jahrelange Nutzung von Panzern und anderem schweren Gerät lagen große Teile des Sandmagerrasens frei. Ein Glückstreffer für die Natur. Da auf der Fläche durch die Militärvergangenheit (wegen der Munitionsbelastung) mechanische Pflegemaßnahmen nur eingeschränkt möglich sind, und eine flächendeckende Kampfmitelräumung nicht finanzierbar wäre, hat man sich dazu entschieden, die Fläche einzuzäunen. Damit sie nicht wieder zu wächst, zu einem Wald wird und durch die problematische Kampfmittelbeseitigung wird die Offenfläche durch ein Beweidungsprojekt offen gehalten. Dafür werden Przewalski-Urwildpferde aus Zoos in Deutschland und Pfauenziegen genutzt.

Das Projekt wird durch den Bayerischen Naturschutzfonds gefödert; es wird in Zusammenarbeit mit der Höheren und Unteren Naturschutzbehörde, der DBU Naturerbe GmbH, dem Bundesforst und dem Tiergarten Nürnberg sowie dem Tierpark Hellabrunn durchgeführt. Projektträger ist der Landschaftspflegeverband Mittelfranken e.V. Hier geht es zur Projekt-Homepage.

Der Sandmagerrasen bietet vielen Tieren und Pflanzen Lebensräume, die so nur noch sehr selten anzutreffen sind. Die Heidelandschaft bietet sich für viele bodenbrütende Arten optimal an, da Störungen durch den Mensch ausgeschlossen sind.

Zu den zu beobachtenden Arten gehören unter anderem:

Regelmäßige Arten:

  • Waldschnepfe
  • Ziegenmelker*
  • Feldlerche
  • Heidelerche*
  • Braun- und Schwarzkehlchen
  • Greifvögel wie Habicht, Mäusebussard und Turmfalke
  • Waldkauz
  • Sperlingskauz
  • Pirol*
  • Waldarten wir Kernbeißer, Erlenzeisig oder Wintergoldhähnchen

(* - Sommergäste)



ALtmühlsee inselzone

Der Altmühlsee ist ein in den 1980ern angelegter künstlicher See. Er wird vom Hochwasser der Altmühl gespeißt. Gut die Hälfte der Seefläche sind ein Naturschutzgebiet. Im Nordwestlichen bereich des Sees bei dem Ort Muhr am See wurde eine Flachwasser-Insellandschaft geschaffen. Die Meisten dieser Inseln sind für Besucher nicht zugänglich. Jedoch gibt es neben einem großen Informationszentrum des LBVs einen Aussichtsturm auf einer der begehbaren Inseln. Der Aussichtsturm befindet sich an der Spitze eines Rundweges, auf dem über die Geschichte und Ökologie der Inselzone informiert wird. So gibt es allerlei Informationstafeln zu Vögeln, Säugetieren wie dem Biber und Pflanzen, welche die Inselzone bevölkern.

Schon in dem großen Laubbaum- und Röhrichtbestand der Insel kann man viele Singvogelarten erspähen. Das Highlight ist sicherlich der Blick vom Aussichtsturm über die Flachwasserzone. Hier können jede Menge Enten- und Gänsevögel, Limikolen, Möwen, Raubvögel und immer wieder interessante Raritäten entdeckt werden. Spektiv nicht vergessen!

Zu den zu beobachtenden Arten gehören unter anderem:

Regelmäßige Arten:

 

  • div. Entenarten wie Stock-, Löffel-, Reiher oder Tafelenten
  • alle drei Sägerarten
  • Rohrweihe
  • Fischadler
  • Lachmöwen, Großmöwen
  • allgemein Singvögel, auch schilflebende Arten wie Rohrammer, Blaukehlchen und Rohrsängerarten
  • verschiedene Schwirlarten
  • verschiedene Limikolen, je nach Jahreszeit

Außerdem anzutreffen:

 

  • Seeadler
  • Uferschnepfe
  • Schwarzkopfmöwen
  • Bläss- und andere seltene Gansarten
  • verschiedene Raritäten auf dem Durchzug wie
    • Eistaucher
    • Rötelpelikan
    • Löffler
    • Weißbart-Seeschwalbe
    • Spatelraubmöwe

(Hinweis: bei den Ratitäten handelt es sich oft um zufällige "Glücksbeobachtungen", im Birderjargon auch "Megatick" genannt)



Kleiner Bischofsweiher (kleiner Dechsendorfer WEiher)

Der Kleine Bischofsweiher gehört zum Weiherkomplex der beiden Dechsendorfer Weiher ("Dechsi) und ist Teil eines Karpfenweiher- Gebietes, welches sich von Röttenbach im Nordwesten bis Dechsendorf im Südosten erstreckt. Er dient als Wasserspeicher für die umliegenden fischwirtschaftlich genutzen Weiher. An seinen Ufern ist er zum großen Teil mit einem Schilfgürtel umgeben. Da der Weiher nicht besonders tief ist bilden sich schnell Sand- und Schlickbänke heraus. Diese werden vor allem im Winter aber auch zu den Zugzeiten als Rastplätze für viele Wasservögel genutzt. Auch sind diese für Limikolen interessant.

Zu den zu beobachtenden Arten gehören unter anderem:

 

Regelmäßige Arten:

  • Stockente
  • Reiherente
  • Tafelente
  • Blässhuhn
  • Haubentaucher
  • Kormoran
  • Grau- und Silberreiher
  • Höckerschwan

Außerdem anzutreffen:

  • Löffelente
  • Pfeifente
  • Krickente
  • Knäckente
  • Schwarzhalstaucher
  • Fischadler


"Bucher Weiher"

Der "Bucher Weiher" liegt auf dem Gemeindegebiet des Ortes Höfles an der Kreuzung der Braunsbacher und Alte Reutstraße. Er ist ein Rückhaltebecken / Reservoire für den Bucher Landgraben, der viele Felder im sog. Nürnberger "Knoblauchsland" entwässert. Durch seine Lage in einem großen, offenen landwirtschaftlich genutzem Gebiet ist er ein im Flug von weitem zu sehender Rastplatz für viele Vögel. Der Weiher - oder besser Tümpel ist sehr klein, bietet jedoch einen kleinen Schilfgürtel, Flachwasser- und Schlickzonen und ist daher für Limikolen besonders reizvoll.

Zu den zu beobachtenden Arten gehören unter anderem:

  • Braunkehlchen
  • Rebhuhn
  • div. Entenarten
  • Flussregenpfeifer
  • Alpenstrandläufer
  • Bekassine
  • Kiebitz
  • Grünschenkel
  • Kampfläufer

dornweiher, Dechsendorfer weiherkomplex

Das Gebiet zwischen den beiden Dechsendorfer Weihnern (dem großen und dem kleinen Bischofsweiher) ist durch mehrere kleine Weiher mit einander verbunden, die alle vom Forstgraben gespeißt werden. Einige der Weiher sind dauerhaft abgelassen und werden nicht mehr fischereiwirtschaftlich genutzt, so dass sich große Schilfwaldgebiete bilden konnten. Diese teilweise schwer einsehbaren Weiher bieten gute Rückzugsmöglichkeiten für viele seltene Vögel. Man kann vom Weg, welcher die beiden großen Weiher mit einander verbindet jedoch gut

einen Teil aller Weiher einsehen. Darüber hinaus wachsen an einigen Ufern Laubbäume, die für viele Singvögel interessant sind, während im Hintergrund sich ein Kiefernwald befindet, der waldlebenden Arten Lebensraum bietet.

Zu den zu beobachtenden Arten gehören unter anderem:

Regelmäßige Arten:

  • verschiedene Entenarten wie Kolben- oder Reiherenten
  • Höckerschwan
  • Blässhuhn
  • Singvogelarten wie Mönchsgrasmücke oder Erlenzeisig
  • Klein-, Mittel- und Buntspecht
  • Blaukehlchen
  • Eisvogel
  • Teichrohrsänger

Außerdem anzutreffen:

  • Nachtreiher
  • Rohrdommel
  • Zwergdommel
  • Baumfalke
  • Drosselrohrsänger